Aktuelle Meldung

Sonnwendfeuer und sonstige Brauchtumsfeuer


Sonnwendfeuer wurden in der Vergangenheit traditionell als
Brauchtumsfeuer mit gespendeten Brennstoffen und Stroh entzündet.
Bitte achten Sie bei der Pflege dieses Brauches im Interesse
unserer Umwelt darauf, dass kein schadstoffbelastetes Abfallholz
und keine anderen brennbaren Abfälle verbrannt werden.
Für umweltverträgliche Brauchtumsfeuer kommen als Brennstoffe
nur naturbelassenes Holz und holzige Pflanzenreste

in Frage, insbesondere
· Holz und Schlagabraum aus dem Wald
· Baumschnitt, Gehölzschnitt und Stroh
· naturbelassene Holzreste aus der Holzverarbeitung
· naturbelassene Verpackungen aus Holz
Dagegen wird ihr Sonnwendfeuer zum umweltgefährdenden
Ärgernis und zur verbotenen Abfallbeseitigung, wenn sie nicht
naturbelassene Abfallhölzer wie z. B. Altholz aus Abbruch
und Rückbau von Gebäuden für das Brauchtumsfeuer verwenden.
Diese dürfen grundsätzlich nur über die öffentliche Abfallbeseitigung
oder über Entsorgungsfachbetriebe in zugelassenen
Altholzverwertungsanlagen verwendet werden. Altholz aus Abbruch
und Rückbau von Gebäuden wird grundsätzlich als belastet
eingestuft. Abweichungen von dieser Einstufung sind nur nach
vorausgegangener chemischer Analyse möglich; der Untersuchungsumfang
sollte zur Vermeidung unnötiger Kosten mit dem
Umweltschutzamt (Frau Pels-Leusden, Tel.: 07121/480-9365)
abgestimmt werden.
Die unbelasteten Holzsortimente sind in Anhang III der Altholzverordnung
als Altholzkategorie A I aufgeführt. (Link)
Bei Brauchtumsfeuern sind zusätzlich folgende Regeln zu beachten:

Anzeige beim Bürgermeisteramt:
Damit die Feuerwehr nicht ausrückt.

Abstände einhalten:
Keine Feuerstellen in unmittelbarer Nähe von schutzwürdigen
Biotopen; Entfernung zu Feldgehölzen, Bäumen und Gebäuden
mindestens 50 m; Entfernung zu öffentlichen Straßen mindestens
100 m.

Waldabstände unter 100 m:
Zustimmung des örtlich zuständigen Revierförsters einholen.

Zeitnahes Aufschichten der Holzstapel:
So verhindern Sie, dass sich Kleintiere im Stapel einnisten. Das
Brennmaterial sollte aus diesem Grund frühestens ab dem Vortag
der Veranstaltung angeliefert werden.

Rauchentwicklung:
Die Brennstoffe müssen so trocken sein, dass die Rauchentwicklung
in Grenzen gehalten wird. Durch Rauchentwicklung dürfen
keine erheblichen Belästigungen und keine Verkehrsbehinderung
entstehen.

Wind:
Bei starkem Wind darf das Feuer nicht entzündet werden. Das
Feuer ist ständig unter Aufsicht zu halten. Feuer und Glut müssen
beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.
Entsorgung der Reste:
Der Veranstalter einer Brauchtumsfeuers ist als Abfallbesitzer
für die ordnungsgemäße Entsorgung von nicht zur Verbrennung
zugelassenem Material und von übriggebliebenen Resten verantwortlich.