Aktuelle Meldung

Kassenärztliche Vereinigung übernimmt Corona-Abstriche komplett


Seit März hat das Kreisgesundheitsamt Reutlingen über 12.600
Abstriche bei Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem
neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) durchgeführt. Zur Durchführung
von Abstrichen wurde zunächst ein dezentrales System
gewählt und ein mobiler Bürgerdienst eingerichtet, der dann durch
zwei zentrale Abstrichstellen in Münsingen und Reutlingen ergänzt
wurde.
Neben Abstrichen an den dezentralen Abstrichstellen, die als
Drive-In von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRKKreisverbands
und der Feuerwehr Münsingen sowie von der Feuerwehr Reutlingen betrieben wurden, war über die letzten drei Monate auch der mobile Bürgerdienst des Kreisgesundheitsamt im Einsatz. Mit diesem wurden u.a. auch in einer konzentrierten Aktion über zwei Wochen im April 2020 in den stationären Einrichtungen der Altenhilfe und der Eingliederungshilfe flächendeckende
Abstriche durchgeführt.
Ab Donnerstag, den 4. Juni werde die Durchführung von Abstrichen
nun wieder komplett in das Regelsystem überführt, erklärt
Reumann. Das heißt, dass nun im ambulanten Bereich ausschließlich
die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Reutlingen und die Ärztinnen und Ärzte im kassenärztlichen Bereitschaftsdienst Abstriche durchführen werden. Wie bisher, wird es auch weiterhin einen mobilen Abstrichdienst geben, der die sechs Schwerpunktpraxen unterstützen wird. Die Praxen befinden sich über den Landkreis verteilt in Reutlingen, Münsingen, Gammertingen und Auingen. Die Zuweisung zu den Coronaschwerpunktpraxen erfolgt über die Hausärztinnen und Hausärzte,
sofern diese die Versorgung von COVID-19 Patienten oder Abstriche
nicht selbst vornehmen.