Aktuelle Meldung

Sonnwendfeuer und sonstige Brauchtumsfeuer


Sonnwendfeuer wurden in der Vergangenheit traditionell als Brauchtumsfeuer
mit gespendeten Brennstoffen und Stroh entzündet. Bitte achten Sie bei der Pflege dieses Brauches im Interesse unserer Umwelt darauf, dass kein schadstoffbelastetes Abfallholz und keine anderen brennbaren Abfälle verbrannt werden. Für umweltverträgliche Brauchtumsfeuer kommen als Brennstoffe nur naturbelassenes Holz und holzige Pflanzenreste in Frage, insbesondere:
· Holz und Schlagabraum aus dem Wald
· Baumschnitt, Gehölzschnitt und Stroh
· naturbelassene Holzreste aus der Holzverarbeitung
· naturbelassene Verpackungen aus Holz
Dagegen wird ihr Sonnwendfeuer zum umweltgefährdenden Ärgernis und zur verbotenen Abfallbeseitigung, wenn sie nicht naturbelassene Abfallhölzer wie z. B. Altholz aus Abbruch und Rückbau von Gebäuden für das Brauchtumsfeuer verwenden. Diese dürfen grundsätzlich nur über die öffentliche Abfallbeseitigung oder über Entsorgungsfachbetriebe in zugelassenen Altholzverwertungsanlagen verwendet werden. Altholz aus Abbruch und Rückbau von Gebäuden wird grundsätzlich als belastet eingestuft. Abweichungen von dieser Einstufung sind nur nach vorausgegangener chemischerAnalyse möglich; der Untersuchungsumfang sollte zur Vermeidung unnötiger Kosten mit dem Landratsamt Umweltschutzamt Tel.: 07121/4800) abgestimmt werden.
Die unbelasteten Holzsortimente sind in Anhang III der Altholzverordnung
als Altholzkategorie A I aufgeführt. Bei Brauchtumsfeuern sind zusätzlich folgende Regeln zu beachten:
Anzeige beim Bürgermeisteramt: Damit die Feuerwehr nicht
ausrückt. Abstände einhalten: Keine Feuerstellen in unmittelbarer
Nähe von schutzwürdigen Biotopen; Entfernung zu Feldgehölzen,
Bäumen und Gebäuden mindestens 50 m; Entfernung zu öffentlichen
Straßen mindestens 100 m. Waldabstände unter 100 m:
Zustimmung des örtlich zuständigen Revierförsters einholen. Zeitnahes
Aufschichten der Holzstapel: So verhindern Sie, dass sich
Kleintiere im Stapel einnisten. Das Brennmaterial sollte aus diesem
Grund frühestens ab dem Vortag der Veranstaltung angeliefert
werden. Rauchentwicklung: Die Brennstoffe müssen so trocken
sein, dass die Rauchentwicklung in Grenzen gehalten wird. Durch
Rauchentwicklung dürfen keine erheblichen Belästigungen und keine
Verkehrsbehinderung entstehen. Wind: Bei starkem Wind darf
das Feuer nicht entzündet werden. Das Feuer ist ständig unter Aufsicht
zu halten. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle
erloschen sein. Entsorgung der Reste: Der Veranstalter einer
Brauchtumsfeuers ist als Abfallbesitzer für die ordnungsgemäße
Entsorgung von nicht zur Verbrennung zugelassenem Material und
von übriggebliebenen Resten verantwortlich.