Lebenslage

Mobbing und Stalking

Für Betroffene von Mobbing oder Stalking gibt es folgende Möglichkeiten, Hilfestellung zu erhalten:

Mobbing

Fühlen Sie sich von Kollegen oder Vorgesetzten geärgert oder bei Ihrer Arbeit behindert, muss dies nicht gleich Mobbing sein.
Bei Mobbing handelt es sich um

  • einen Konflikt am Arbeitsplatz (unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden), bei dem
  • die angegriffene Person unterlegen ist und
  • systematisch und
  • während längerer Zeit direkt oder
  • indirekt von einer Person oder mehreren anderen Personen
  • mit dem Ziel der Ausgrenzung angegriffen wird.

Wenn Sie als angegriffene Person dies als Diskriminierung erleben, versuchen Sie, möglichst früh zu reagieren und dem Täter Grenzen zu setzen.

Sie können sich auch an den Betriebs- oder Personalrat wenden, der das Gespräch für Sie führen kann. Sollte dies nicht zu einer Veränderung des Verhaltens beim Täter führen, lassen Sie sich von Fachleuten beraten.

Unter 01802/6622464 erreichen Sie die Konflikthotline Baden-Württemberg. Dort erhalten Sie telefonische Erstberatung, wenn Sie von Mobbing oder Konflikten am Arbeitsplatz betroffen sind.

Stalking

Stalking bezeichnet eine bewusste und wiederholte, länger andauernde Verfolgung, Belästigung oder Bedrohung einer Person, die klar unerwünscht und grenzverletzend ist. Dazu zählt beispielsweise das Beobachten und Nachstellen, Telefonterror, die Beschädigung von Sachen von Angehörigen oder Freunden, die Kontaktaufnahme über andere Personen und das Zusenden unerwünschter Geschenke.

Der Straftatbestand Nachstellung ("Stalking", § 238 StGB) stellt das beharrliche Verfolgen, Belästigen oder psychische Terrorisieren eines Mitmenschen unter Strafe. Dies verbessert den Schutz der Stalkingopfer und die polizeilichen Interventionsmöglichkeiten.

Übergeordnete Lebenslage: Hilfe für Gewaltopfer